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Kapitel XII KURS
AUSTRALIEN
Kurs Australien
Mit einer
guten westlichen Brise umsegelten wir Bream Head das letzte Mal. Wir gingen
davon aus, dass sich das Wetter nach einer solch stürmischen Periode für
einige Tage von der freundlichen Seite her zeigt. Nachdem wir die Three Kings
Islands, die nördlichsten Inseln vor Neuseeland, hinter uns hatten, befanden
wir uns in der Tasman See, berüchtigt für starke Winde. Aber so sind andere
Gewässer auch. Tatsache ist, der letzte Sturm vertiefte unseren Respekt vor
Wind und Sturm ganz gehörig. Sechzig
Seemeilen südwestlich der Norfolk Insel blies es innerhalb einer Stunde Sturm.
Mit einem steten Auge luvwärts, denn wir wollten nicht noch einmal von einer
schweren See überrascht werden, lagen wir beigedreht. Mit stark gerefften
Segeln ging es am folgenden Tag weiter. Ein Besteck ergab, dass der Sturm uns
dreissig Meilen zu unsere Ungunsten versetzt hatte. Solch einen grossen Abtrieb
hatten wir nicht erwartet, und wir waren echt sauer darüber. Als eine
trübe Sonne das Ende des Tages verkündete, offenbarte sich ein Schauspiel, das
ich in meinem Leben nicht vergessen werde. Der ganze Himmel war ein feuriges,
„schmutziges“ Rot, durchzogen mit Zirrostratus Wolken (mare‘s tails). Ich
war mir sicher, dass ein Zyklon das Nächste ist. In Gedanken ordnete ich die
Massnahmen, die getroffen werden müssen, sollte sich das Wetter in diese
Richtung entwickeln. Siggi schlief und ahnte dieses bedrohliche Schauspiel nicht,
und ich hoffte innig, sie bleibt davon unberührt, denn sie würde sich, genau
wie ich, grosse Sorgen machen. Es sind Momente, die stark an den Nerven nagen,
denn man denkt sich alles Mögliche, auch dummes Zeug. Vor allen Dingen dachte
ich an meine immer willige und tapfere Siggi und hoffte, dass ich sie immer vor
einem undenkbaren Unglück beschützen könnte. Wie leicht haben es doch
Einhandsegler, die nur für sich selbst und ihr Schiff zu sorgen haben. Anstatt
zu einem Zyklons blies sich der Wind zur Flaute aus, die am folgenden Tag das
Meer vollkommen beruhigte. Seltsame Geräusche unter dem Boot liessen uns aber
keine Ruhe. Ich tauchte, und der Grund offenbarte sich augenblicklich. Drei der
zwölf Bolzen, die den Flossenkiel am Boot halten, waren gebrochen und die
Muttern der restlichen Bolzen waren alle lose. Genauer gesagt, bewegte sich die
Flosse zwischen den zwei Winkeleisen, die an den Rumpf gebolzt sind, hin und
her. Wäre nicht die Flaute gewesen, hätten wir es gar nicht bemerkt und hätten
sicher den Flossenkiel verloren. Ich bin kein grosser Freitaucher, und die
erforderliche Arbeit, um die losen Bolzen festzuziehen, nahm Stunden und all
meine Kraft, dabei immer daran denkend, dass ein Hai mich als ein Festessen
ansehen könnte. Siggi, die an Deck stand, um mich über eine Leine um meinen
Leib zu warnen, war so aufgeregt, dass sie in jedem Schatten einen Hai sah und
mich hochzog. Den Grund für die losen Bolzen führen wir auf Neuseeland zurück,
wo wir keine Nirosta-Lockscheiben finden konnten, sondern nur elektrisch
galvanisierte; die im Salzwasser bald den Schutz verloren hatten und damit auch
die Effektivität. Nach getaner Arbeit sassen wir im Cockpit und ich erholte
mich von der Strapaze, — und siehe da, ein
Hai, der langsam und sicher vor Erwartung einer handfesten Mahlzeit sabbernd, Thlaloca
umkreiste? Nahe an
Backbord passierten wir die Lady Elliot Insel, das südliche Eingangstor zum
Grossen Barrieren Riff. Wie auf Kommando umhüllte uns eine tiefe Windstille.
Das Meer glättete sich wie ein Spiegel, und die drückende Hitze wurde zur
Plage. Ab und zu starteten wir unseren Aussenbordmotor, um einen Windhauch zu spüren.
Mit den zwei oder drei Litern Benzin, die wir meistens mitführten, war dieser
Zauber auch bald vorüber. Wir liessen uns treiben.
An
Seekarten hatten wir immer herzlich wenig, und die, die wir für diese Gegend
hatten, war früheres Eigentum der Kaiserlichen Deutschen Marine, mit letzter
Korrektur im Jahr 1914. Die Karten waren mit feiner Leinwand verstärkt und
folglich ewig haltbar. Sie wurden uns von einem Mann in Neuseeland geschenkt.
Angeblich stammten sie von einem deutschen Segler, der 1936 dieses Land besuchte
und dort verstarb. Als Freund wurde er Erbe seines mageren Eigentums. Unser Ziel, die Stadt Gladstone, lag noch in weiter Ferne, und es war vorauszusehen, dass es mit Flaute und leeren Tanks schwer sein würde, in absehbarer Zeit einen Hafen zu erreichen. Anstatt herumzutreiben und womöglich auf ein Riff zu laufen, mussten wir eine akzeptable Wassertiefe finden, um zu ankern. Ein kleiner Fischkutter kam auf uns zu und wollte wissen, ob wir in Seenot wären? Wir erklärten unsere Situation in Bezug auf einen Ankerplatz. Der Skipper gab uns einen Teil einer ausgedienten und verschmutzten, Seekarte. Auf dieser Karte zeigte er uns eine Bucht mit dem Namen Pancake Bay, angeblich ein guter Ankerplatz. Aber dort hinzukommen, blieb für uns ein ungelöstes Problem. Wir trieben weiter!
Spät
nachmittags erschien der Fischkutter wieder, nahm uns auf den Haken und
schleppte uns in die genannte Bucht. Wir wollten auf Wind warten. Der Kutter
ankerte ebenfalls dicht bei uns. Kurz darauf kam deren Beiboot mit drei Insassen
längsseits. Sie stellten sich vor als Roy und Cliff Perry, und ein älterer
Mann mit Namen Joe. Wir bedankten uns für ihre Hilfe, und luden sie ein an Bord
zu kommen. Deren Überraschung war total als sie erfuhren, dass wir von Übersee
her kamen, und dass unsere Flagge die kanadische ist. (Die kanadische Flagge
wurde zu jener Zeit erstr kurz vorher vom kanadischen Parlament als neue
Landesflagge verabschiedet. Sie hatten den Eindruck, es sei ein Stander eines
lokalen Yachtclubs. (Es war Thlaloca, die die neue Flagge als erste Yacht
um die Welt führte.) Wir alle
gingen an Land, wo ein Einsiedler mit seinem Hund eine verwahrloste Behausung
bewohnte. Anscheinend war der Mann sehr beliebt, denn die Perrys brachten ihm
allerlei notwendige Lebensgüter. Dass diese Person ein ehrenwerter Mann war,
zeigte sich auch daran, dass er uns sofort Tee anbot. Und als das Gespräch
unsere Situation berührte, bot er uns sofort zehn Liter Benzin mit Behälter an
und verweigerte vehement eine Bezahlung. (Später gaben wir Roy einige Dollar
und baten ihn, nötige Sachen für den Einsiedler zu kaufen.) Nachdem er
Trinkbecher vor uns stellte und wir bemerkten, wie schmutzig sie waren, dazu unzählige
Kakerlaken die überall herumliefen, wurde uns echt übel. Sehr diplomatisch
versuchten wir uns aus dieser heiklen Situation zu retten aber er bestand darauf,
dass:
“No one leaves my
place without having a good cuppa”. (Keiner verlässt mein Haus ohne einer guten
Tasse Tee.) Wir
waren in Schwulitäten, was nun? Der gute Mann verlies „die Wohnung“ um
Feuerholz zu holen. Siggi nahm die Becher und lief geschwind runter zum Strand,
wo sie mit Sand den meisten Schmutz entfernte. Die Becher waren nicht
wiederzuerkennen. Als der gute Mann sie sah meinte er, „Es war nicht notwendig,
eure eigenen Becher mitzubringen!“ Die Wahrheit darüber konterte er mit dem
Ausdruck: „The
tea will never taste the same again!“(Der Tee wird niemals wieder so gut
schmecken, wie vorher!)
Wir verliessen den guten Mann mit dem Eindruck, dass er uns so leicht
nicht verzeihen wird. Auf dem Rückweg zu unseren Booten boten uns die Perrys
einen Schlepp nach Gladstone an. Sofort lichteten wir die Anker. Es wurde schon
dunkel, aber mit erstklassigen Piloten als Pfadfindern, war unsere Navigation
weiter nichts als dem Heck des Kutters zu folgen. Etwa um 19:30 Uhr waren
wir längsseits eines Ausflugschiffes vertäut. Nach einem 21-tägigen Törn
hatten wir den ersten ungestörten Nachtschlaf. Am
folgenden Morgen hissten wir — wie jeden Morgen — die Flagge. Es schien, als
ob das Maple Leaf (Ahornblatt), das Wahrzeichen Kanadas, den meisten Neugierigen
als Rätsel beeindruckte. „Welche
Flagge ist das?“ „Die
neue kanadische, mein Freund!“ „Noch
nie gesehen!“ Wirklich amüsant entwickelte sich folgendes Gespräch zwischen zwei
Personen, dem wir in unseren Kojen lauschten: „Schau
dir diesen Wimpel an? Weis der Teufel, was der zu bedeuten hat“. „
Ich bin mir sicher, es ist eine Flagge von irgendeinem neuen Staat in Afrika!“
Roy Perry
hatte unsere Ankunft schon den einzelnen Ämtern gemeldet, und bald erschienen
Beamte bewaffnet mit vielen Unterlagen, die wir ausfüllen mussten. Diese wurden
uns beim Ausklarieren in einem versiegelten Umschlag überreicht, mit der
Forderung sie bei jedem Zollamt entlang unseres Reiseweges in Australien überprüfen
zu lassen.
An
numero uno in unserer Liste „Nötige Reparaturen“ stand der Flossenkiel.
Bei Hochwasser legten wir Thlaloca an einem Steg, und bei Niedrigwasser
ersetzten wir alle Bolzen. Gleichzeitig wurde das Unterschiff mit Kupferfarbe
neu gestrichen. Roy
machte uns den Vorschlag, wir könnten unser Boot längsseits seines im
Fluss festmachen, und sein Beiboot zum Pendeln benutzen. Nun kannten wir bislang
Fischerboote: von denen hielten wir uns, wegen des Gestanks und der Ungeziefer
lieber fern. Ganz das Gegenteil jedoch war Perrys Boot. Der Beweis ist Siggis
empfindliche Nase, die trotz intensiven
Schnupperns keine abnormalen Tendenzen aufspüren konnte. Die
meiste Zeit unseres Aufenthaltes in
Gladstone verbrachten wir mit den Perrys, die uns täglich zu Mahlzeiten und
Ausflügen einluden. Die Ausflüge waren ein besonderer Genuss, denn wir sahen
viel von der Schönheit und der kulturellen Vielfalt dieses phantastischen
Kontinents, wo man innerhalb einer Tagesreise das saftige Grün des Hochlandes
und die von der Sonne zernarbte Wüste erleben kann. Ein bemerkenswertes
Attribut dieser robusten Australier, die wir kennen lernten, war die anfängliche
Zurückhaltung. Ganz im Gegenteil zu dem, was wir bislang erlebten. Eigentlich
liegt diese Charaktereigenschaft nahe unserer deutschen, die nicht gleich mit
halleluja ewige Freundschaft schwört. Die Evolution zur Freundschaft
entwickelte sich langsam. Aber hat man deren Test bestanden, konnte man sich als
Lottogewinner fühlen. Sie entspricht einem englischen Sprichworts: „A fast
friendship never lasting. One that is slow is forever.” (Eine
schnelle Freundschaft hält nicht lange. Eine, die sich langsam entwickelt, ist
für immer!) Zaghaft
fragte uns Roy, ob wir zur Kirche gehen möchten. Spontan sagten wir zu. Es war
höchste Zeit, dass wir unseren Herrgott für all das Gute danken, und IHN
durch Beten erinnern, dass er uns auch in Zukunft beschützen möge. In der
Kirche wurden wir als Seeleute aus einem fernen Land vorgestellt. Die Gemeinde
bestand in der Mehrzahl sicher aus Fischern und deren Familien. Die Andacht
adressierte alle Seeleute. Der Pfarrer war jung, und mit fester Stimme wählte
er Worte, die auf direktem Kurs in unsere Herzen gelangten. Von Sturm war die
Rede, von Seenot, von Überlebungskampf, von Licht am Ende eines dunklen
Tunnels, von der gütigen Hand Gottes, die hilft, das unangenehme zu lindern.
Siggi war total hingerissen, ihr Gesicht mit Tränen benetzt. Es nahm all ihre
Kraft, um nicht laut zu schluchzen. Emotional haben wir so etwas noch nicht
erlebt. Und so imponiert waren wir, dass wir des Pfarrers Einladung zum Dinner
kaum abwarten konnten. Dieser
Mann war ein Meister der Predigt. Während des Dinners erfuhren wir, dass er
auch ein Meister der Erzählungskunst war; unterstützt von seiner reizenden
Frau und ihrem begabten Sohn. Sie hatten mehr als zwei Jahre das harte Leben in
den Outbacks verbracht. Dieses Erlebnis verbleibt uns als eines, das uns
am meisten beeindruckte. Während
eines Landgangs entlang des Hafens sichteten wir zwischen den lokalen Yachten
wohlbekannte Masten. Bei naherem Hinblick, war es tatsächlich die französische
Yacht Saint Briac, die wir zuletzt in Suva getroffen hatten und vorher
unser Nachbar in Papeete, Tahiti, war. Sofort ging es an Bord, um unsere
zwischenzeitlichen Erlebnisse auszutauschen. Wir erfuhren, dass sie lange Zeit
in Brisbane verbracht hatten, und von dort, per Passagierschiff, Japan besuchten.
— Man kann ja doch viel unternehmen, wenn man viel Geld hat! Wir
besprachen, entlang des Grossen Barrier Riffs soviel wie möglich zusammen zu
segeln. Das hiess: Eintausend Seemeilen im Schutze des grössten Riffes der Welt
bis zur Torres Strasse, die Meerenge zwischen Australien und Neu Guinea.
Entlang des Grossen Barrieren Riffes Es war
Segeln wie es sein soll, welches ja viel zu oft zu wünschen übrig lässt wie
wir erfahren mussten. Thlalocas Bug furchte das apfelgrüne Wasser —
das Markenzeichen des Grossen Barrieren Riffes — mit hoher Bugwelle, und doch
so sanft und still, als ob wir auf einem geschützten See segelten. Ab und zu
verfärbte sich das Wasser. Eine Untiefe? Aber nein, es war eine Wolke, die kurz
das Sonnenlicht verdeckte. Manchmal war es Korallenstaub (lokaler Jargon), der
das Wasser trübte. In jedem Fall betrachteten wir dies als unangenehme
Einmischung in eine ansonsten perfekte Welt. Einen
nicht gerade perfekten Ankerplatz fanden wir im Lee der
Brampton Insel, wo das seichte Wasser weit weg vom Land reichte. Nun, so
lange kein starker Wind aufkam, lagen wir sicher und geschützt. Ein Motorboot
kam auf uns zu. Man überbrachte uns ein Einladung für die Island Night im
dortigen Ressort. Der Bootsmann würde uns vor Beginn des Festes abholen. Eine
Bitte war, wir sollten uns so gut wie nur möglich als Südsee-Insulaner kleiden. Das war für
uns, besonders für Siggi gar kein Problem. Aus unserer Sammlung wählte Siggi
ein Hula-skirt und Perlen Ornamente. Von einer echten Vahine war sie
nicht zu unterscheiden. Das Ressort war in dieser Art festlich geschmückt. Aber
was uns wirklich imponierte waren riesengrosse Grillöfen, wo Duzende von Steaks
auf einmal ihren wohltuenden Duft verbreiteten. Wie viele von diesen leckeren
Steaks ich verzehrt habe, will ich nicht verraten. Auf jeden Fall waren am
folgenden Tag ausgedehnte Spaziergänge nötig, um die angehäuften Kalorien zu
verarbeiten. Bei dieser Gelegenheit erspähten wir viele Ziegen, die vor hundert
Jahren oder länger von der Britischen Regierung auf den Inseln ausgesetzt
wurden, um etwaige Schiffbrüchige mit Nahrung zu versorgen. Infolgedessen sind
Ziegen heute in der Überzahl und müssen „künstlich“ reduziert werden. Die
Frage bleibt, wie ein Schiffbrüchiger, ohne Waffe, diesen scheuen Tieren überhaupt
nahe kommen sollte. Weiterhin
nahmen wir das grosszügige Angebot des Managers Fiz Mclean in Anspruch, seine Gäste
zu sein so lange wir vor Anker liegen, um mit dem ressorteigenen Schiff, die M.V.
Batja, eine Tagestour entlang der Whitsunday Passage zu unternehmen. Diese
Gegend wird allgemein als die schönste im Grossen Barrier Riff gepriesen. Und
dass es ein wirkliches Erlebnis ist, können wir bezeugen. Auch besuchten wir
Dent Island, wo zwei Damen Korallenschmuck zum Verkauf anboten. Die dargebotenen
Exemplare waren exquisite Stücke zu hohen Preisen. Wir vermuten, dass das
Handeln dieser Ware heute drastisch unterbunden wird. Auch sei bemerkt, dass der
Tourismus damals vielerorts erst zaghaft im Aufbau war—und im Grossen Barrier
Riff besonders. Nördlich von Cooktown, auf halbem Weg, wurde Segeln sehr einsam. Andere Yachten gab es bislang, angefangen in Kalifornien, fast überhaupt keine. (Was damals zu wenig waren, sind heute zuviel!) Die Gegend war vielerorts trostlos. Auf Hunderte von Meilen wohnte kein Mensch. Die Küste war Sand und Geröll. Das Land erlebte zu jener Zeit die grösste Trockenperiode in der Geschichte. Hunderttausende Schafe und Rinder verdursteten. Kolonnen von Freiwilligen zogen durch das Land und gaben den erschöpften Tieren den Gnadenschuss. Das Grosse Barrier Riff ist auch Tummelplatz grosser Haie. Ein guter australischer Freund gab uns aber gleich am Anfang einen guten Tip: „Wir Australier haben ein Bündnis zwischen Mensch und Hai: Wir meiden deren Wasser, sie unseren Baderaum!“
Cooktown
Perlenfischer
Reperatur am Ruder
Phote Didier aus der Sichtweite der St Briac Nach
Verlassen von Gladstone, erreichten wir die Torres Strasse in zwei Monaten. Der
Hauptort, die Donnerstag Insel, war Heim der Perlenfischer, die mit ihren
Schonern im Schutze des Grossen Riffes nach dem begehrten Schatz suchten. Die
Muschel selbst (in der ab und zu eine wertvolle Perle gedeiht) wurde als
Perlmutt in den Handel gebracht und war begehrt für Knöpfe, Schmuck, usw. Die
Erfindung von Plastik versetzte dieser Industrie den coup de grâce. Von der
einst grossen Flotte, verblieben nur
wenige. Dann kamen die findigen Japaner, die der Industrie mit künstlichen
Kulturen wieder Aufschwung gaben. Der unbestrittene Wert der Insel sind ihre Einrichtungen, welche dem reibungslosen Schiffsverkehr zwischen zwei Weltmeeren dienen — Pazifik und Indischer Ozean. Wir nahmen uns die nötige Zeit, unser Schiff für die 7000 Seemeilen Reise bis Südafrika gründlich vorzubereiten. |